Let’s talk about Diversity

Durch die Globalisierung und verschiedenste Entwicklungen und Fortschritte wird das Bild der Gesellschaft immer vielfältiger. Dies spiegelt sich auch im Arbeitsmarkt wider, wo unter Diversity und Inklusion allgemein die Wertschätzung, Anerkennung und geförderte und geforderte Partizipation aller Menschen verstanden wird, unabhängig von ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religionszugehörigkeit, Weltanschauung oder körperlicher und mentaler Einschränkungen.

Unternehmen werden von Politik und Gesellschaft zunehmend aufgefordert, diese Vielfalt auch in ihrer Belegschaft abzubilden. Doch Diversity und Inklusion bieten auch aus wirtschaftlicher Sicht große Potenziale. Durch verschiedene Perspektiven steigen die Kreativität und die Innovationskraft und schließlich die Unternehmensperformance. 
Andererseits kann Diversität aufgrund von Konflikten und Widerständen auch leistungsmindernd sein.

Entscheidend für die Generierung positiver Effekte ist somit, Akzeptanz und Unterstützung für Diversity und Inklusion im Unternehmen zu erzeugen. Der Kommunikation kommt dabei eine zentrale Rolle zu.

Zielsetzung

Aufgrund der gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Relevanz von Diversity und Inklusion beschäftigt sich dieses neue Forschungsprojekt mit der begleitenden Kommunikation rund um die Etablierung und Förderung von Diversity und Inklusion in Unternehmen. Dabei wird der Fokus auf die interne Kommunikation gelegt, da dies in der bisherigen Forschung stark vernachlässigt wurde.

Zentrale Fragestellungen:

  1. Welche mittel- und langfristigen Ziele werden mit Diversity-Management und Diversity-Kommunikation verfolgt und wie wird die Zielerreichung gemessen?
  2. Welche Bereiche des Diversity-Managements (z.B. Geschlecht, Alter, Herkunft) werden fokussiert und welche werden nur am Rande oder gar nicht behandelt?
  3. Welche Kommunikationsstrategie wird verfolgt, um Diversity und Inklusion intern zu kommunizieren? Welche konkreten Maßnahmen werden umgesetzt und wie erfolgt die Integration der internen und externen Kommunikation zum Thema Diversity und Inklusion?
  4. Welche Konflikte und Widerstände werden seitens der Diversity- und Kommunikationsverantwortlichen wahrgenommen? Wie wird diesen Konflikten mithilfe von Kommunikationsmaßnahmen begegnet?
  5. Wie wird Diversity und Inklusion von Mitarbeitenden großer Unternehmen wahrgenommen? Welche Konflikte werden wahrgenommen?
  6. Wie kann die Akzeptanz und Unterstützung von Diversity-Maßnahmen durch strategische interne Kommunikation gefördert werden?

 

 

Vorgehen

Um die Forschungsfragen zu beantworten, wird ein mehrstufiges Verfahren angewendet, das in folgende Schritte gegliedert wird:

  1. Wissenschaftliche sowie branchenspezifische Literaturanalyse zu Diversity-Management und –Kommunikation.
  2. Quantitative Befragung von Mitarbeitenden, die in großen Unternehmen arbeiten, in denen Diversity-Management betrieben wird (ca. 800 Befragungen).
  3. Durchführung von semi-strukturierten Interviews mit ExpertInnen aus großen Unternehmen, die für Diversity-Management sowie für dessen Kommunikation zuständig sind (sechs Unternehmen aus Deutschland und Österreich).
    Zunächst werden Ziele, Themen und Strategie erfragt, um dann auf potenzielle Konflikte und deren kommunikative Lösungen zu sprechen zu kommen. Hierfür werden auch die Ergebnisse aus der quantitativen Befragung herangezogen, um die Sicht von Mitarbeitenden auf das Thema Diversity und Inklusion zu diskutieren.