Agile Tools & Technologien

Agile Tools wie Kanban, Scrum oder Design Thinking sowie Elemente agiler Techniken lassen sich relativ einfach implementieren und funktionieren in der Regel nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Technologien wie digitale Projektmanagementsoftware oder Wissensmanagementplattformen unterstützen dabei, agiler zu arbeiten. Auch wenn agile Tools nicht vollständig implementiert werden, können Kommunikationsabteilungen Elemente agiler Techniken nutzen, um das Projektmanagement zu optimieren.

 

Welche agilen Techniken helfen dabei, agiler zu werden?

Map - Hintergrundbild

In einem Stand-up-Meeting berichten alle Teammitglieder, was sie am Tag zuvor gemacht haben, wo Probleme aufgetreten sind und was sie für den aktuellen Tag geplant haben. Ein Stand-up-Meeting sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Ziel ist es, alle Teammitglieder über den Projektstatus zu informieren und ein Gesamtbild des Projekts zu vermitteln.

 

Ziel der Retrospektiven ist es, aus der Vergangenheit zu lernen und so Prozesse zu optimieren. Alle Teammitglieder bewerten, was gut gelaufen ist und was nicht. Retrospektiven leisten einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des Prozesses. Sie helfen auch dabei, agile Praktiken effizient und zielführend einzusetzen sowie sie stets zu verbessern.

 

Burndown-Charts visualisieren und zeigen den Status Quo des Arbeitsstands auf. Sie sind eine grafische Darstellung der noch zu erledigenden Arbeit im Vergleich zur verbleibenden Zeit. Burndown-Charts spiegeln wider, was aktuell passiert und wie Fortschritte erzielt werden.

 

Eine Iteration oder ein Sprint ist eine festgelegte Zeitspanne, in der ein Team oder eine Person auf die Erreichung eines Ziels hinarbeitet. Nach dem Sprint sollte die Arbeit unterbrochen werden und die Ergebnisse sowie der Teamprozess werden auf für die nächste Iteration reflektiert. In der Regel besteht ein Projekt aus einer Reihe von Iterationen. Eine Iteration kann von einem Tag bis zu vier Wochen andauern.

 

Eine User Story ist ein kurzes Statement, das den Stakeholder und seine Bedürfnisse oder Ziele identifiziert. Die User Story ist in Alltagssprache und aus Sicht des Stakeholders verfasst. Thema sind die Rolle, die Aktion oder Fähigkeit und der Nutzen des Projekts für den Benutzer.

 

 

Welche Tools werden am häufigsten eingesetzt?

 

Zentrale Erkenntnisse

  • Agile Methoden oder Tools wie Scrum, Kanban oder Design Thinking sind häufig die ersten Assoziationen zum Thema Agilität. Für Kommunikationsleiter sind solche Methoden jedoch vorerst weniger wichtig.
  • Viele Tools sind in kleineren Teams oder Projekten einfach zu testen. Dennoch ist es nach wie vor wichtig, eine Trial-and-Error-Einstellung beizubehalten und die Methodik nicht akribisch zu befolgen. Jedes Team kann es an seine eigenen Bedürfnisse anpassen.

  • Oftmals kombinieren Teams auch agile Techniken mit nicht-agilen Techniken.

 

Wissenschaftlicher Hintergrund

  • Ursprünglich konzentrierte sich das Konzept von Agilität auf die agile Produktion. Das Konzept gewann an Bedeutung, als es von der Softwareindustrie aufgegriffen worden ist. Dort wird Agilität auch heute noch am häufigsten angewendet.
  • Schnell gewannen spezifische Methoden, die die agile Philosophie fördern, an Bekanntheit: Kanban, Scrum und Design Thinking.
  • Die Entwicklung und Diskussion von Tools wurden in der Vergangenheit stark durch die Praxis geprägt. In der Managementforschung und -praxis wurden Tools zur Erleichterung bei der Bearbeitung von typischen Aufgaben entwickelt, wie z. B. die Wettbewerbsanalyse (Five Forces) von Michael Porter, die Balanced Scorecard nach Kaplan und Norton sowie die BCG-Matrix. Diese Tools sind in Handbüchern und Übersichtswerken von Managementforschern zusammengefasst und zugänglich. Daraus können Manager je nach Problemstellung passende Tools auswählen und adaptieren (z. B. Burtonshaw-Gunn, 2008; Rigby, 2017; Schawel & Billing, 2018).

 

Downloads & Leseempfehlungen

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Leseempfehlung:

  • Hanschke, I. (Hrsg.) (2017). Agile in der Unternehmenspraxis. Fallstricke erkennen und vermeiden, Potenziale heben. Wiesbaden: Springer Vieweg.