Value Creating Communication

Ziele & Mehrwert

Die wissenschaftliche Forschung im Bereich des Kommunikationsmanagements ist in den letzten Jahren zwar international gewachsen, gestaltet sich aber stark fragmentiert und zu wenig interdisziplinär. Mit dem neuen Forschungsprogramm Value Creating Communication will die Akademische Gesellschaft dies ändern und ein umfassendes, mehrdimensionales Bild der Unternehmenskommunikation zeichnen. Ein Bild, das sowohl intern als auch extern überzeugt, ein einheitliches Verständnis der Profession ermöglicht und dadurch die Kommunikation in den Führungsebenen verankert.

Konkrete Ziele sind:

  • Stärkung der internen Position und Akzeptanz der strategischen Kommunikation, einheitliches Selbstverständnis
  • Überzeugende Vermittlung des Wertbeitrags von Kommunikation für die Unternehmensziele und zum Unternehmenserfolg
  • Relevante wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis
  • Orientierung für die universitäre Ausbildung sowie die Fortbildung in Unternehmen
  • Stärkung der deutschsprachigen Forschung, die inzwischen international in der ersten Liga spielen kann, dafür aber den Rückhalt der hiesigen Wirtschaft benötigt

Forschungsmodule

Das Forschungsprogramm ist in verschiedene Module unterteilt, die inhaltlich aufeinander aufbauen und zentrale Fragen von Kommunikationsabteilungen beantworten:

  • Modul I: Wie verändern neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Megatrends die Unternehmenskommunikation? Es werden verschiedene Einflussfaktoren zusammengetragen und deren Auswirkung auf die strategische Unternehmenskommunikation untersucht. (2015-2017)
  • Modul II: Wie trägt Kommunikation zum Unternehmenserfolg bei? Es werden verschiedene Aspekte der Wertschöpfung durch Kommunikation für das Unternehmen analysiert, sowie Steuerungsmechanismen und Möglichkeiten des Erfolgsnachweises systematisiert. (2015-2017)
  • Modul III: Wie wird Unternehmenskommunikation organisiert? Welche Prozesse und welche Schnittstellen gibt es zwischen der Kommunikationsabteilung und ihren internen und externen Partnern? Wie gestaltet sich dabei die Zusammenarbeit? (2017-2019)

 

 

Forschungsphasen

Alle  Module sind in vier Phasen gegliedert, die der gleichen Forschungslogik folgen:

  • Phase I: Aufarbeitung des aktuellen Stands der internationalen Forschung und Entwicklung eines übergreifenden theoretischen Bezugsrahmens (Framework).
  • Phase II: Interdisziplinärer Workshop mit führenden, internationalen Wissenschaftlern sowie Unternehmensexperten, um den Framework zu diskutieren und zu verifizieren.
  • Phase III: Empirische Analysen mit Benchmark-Studien, Experteninterviews, Delphi-Studien, Best Practice Case Studies oder Befragungen.
  • Phase IV: Zusammenfassung und Auswertung aller theoretischen und empirischen Ergebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen. Abschlussbericht und Abschlusspräsentation.

Ergebnisse

Value Creating Communication ist ein Grundlagenprojekt in Kooperation mit führenden, internationalen Unternehmen. Übergreifend zur individuellen Ausrichtung einzelner Forscher oder Firmen soll eine grundlegende Klärung der Prinzipien erfolgreicher strategischer Kommunikationsarbeit erfolgen. Die erarbeiteten Ergebnisse, Erkenntnisse und Perspektiven kommen allen Kommunikationsverantwortlichen zu Gute und sollen ihr Selbstverständnis sowie ihre Positionierung in den Unternehmen unterstützen.

Testimonials

"Hinsichtlich des Umfangs, der Inhalte, der beteiligten Experten und des Budgets starten wir das bislang weltweit umfassendste Forschungsprogramm in der Disziplin Unternehmenskommunikation, was die Profession deutlich voranbringen wird."

  • Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin, Robert-Bosch-Stiftung

„Für mich ist das Ausmaß des Projekts etwas Besonderes: Hier wird zwischen Wissenschaft und Praxis ein breiter Rahmen für die Unternehmenskommunikation definiert und der Wertbeitrag unserer Arbeit systematisch erfasst. Dies ist vor dem Hintergrund eines in den letzten Jahren dramatisch veränderten Kommunikationsumfelds dringend erforderlich. Das Programm ist vor allem wichtig, um ein konsistenteres Profil unserer Profession zu entwickeln und den Beitrag zur Wertschöpfung klarer herauszuarbeiten. Das erhöht die Akzeptanz und stärkt die Branche langfristig.“

  • Elisabeth Schick, Leiterin Kommunikation und Regierungsbeziehungen, BASF

„Als Kommunikationswissenschaftler und -manager bin ich am engen Austausch mit den Universitäten sehr interessiert. Mit unseren Anregungen aus der Praxis können wir Impulse für die Lehre geben und die Forschungsergebnisse helfen uns bei der Arbeit. In PR-Zeitschriften werden häufig Aufsätze publiziert, die sich schnell als Auftragsforschung ohne inhaltlichen Tiefgang und valide Daten erweisen. Wir brauchen fundierte Analysen und Prognosen mit wissenschaftlichem Anspruch. Solche Forschung kann die Entwicklung der Arbeitsfelder nachhaltig unterstützen.“

  • Dr. Bernd Pütter, Leiter der Konzernkommunikation, HOCHTIEF AG

"Wissenschaft und Praxis mit dem gemeinsamen Ziel, gesellschaftliche Aufgabe und unternehmerischen Leistungsbeitrag von Unternehmenskommunikation grundsätzlich zu klären: das hat es in Deutschland so noch nicht gegeben. Schon eine Verständigung zu den wesentlichen Begriffen, Konzepten und Instrumenten der Unternehmenskommunikation wäre hilfreich. Im besten Falle sorgt das Programm aber für ein tieferes Verständnis der Wirkungszusammenhänge moderner Unternehmenskommunikation."

  • Prof. Dr. Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation bei der Deutschen Post DHL und Honorarprofessor für Internationale Unternehmenskommunikation an der Universität Leipzig

„Die Bedeutung von Kommunikation als Erfolgsfaktor wird in vielen Unternehmen immer noch deutlich unterschätzt. Professionelle und langfristig geplante Kommunikation ist ein wesentliches Element guter Unternehmensführung. Kommunikationschefs gehören in den Vorstand. Das Programm "Value Creating Communication" kann hier hoffentlich einen Beitrag zum Verständnis für die Leistungen von Kommunikatoren leisten.“

  • Andreas Breitsprecher, Director Business Communications, Vattenfall Europe

„Das Besondere an dem geplanten Forschungsprogramm ist die konsequente Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis: Einerseits stützt es sich auf die Expertise internationaler Universitäten und einen fundierten Methodenmix, andererseits auf das Know-how und die praktischen Erfahrungen erfolgreicher Kommunikationsmanager. Hier werden Fragen adressiert werden, die wir uns in der Unternehmenskommunikation der GIZ selbst verstärkt stellen: Z. B. Wie professionalisieren wir unser Themenmanagement in Zeiten zunehmender Digitalisierung, globaler Vernetzung und sich wandelnden Kommunikationsbedürfnissen der Stakeholder?“

  • Dorothee Hutter, Leiterin Unternehmenskommunikation, GIZ

„Eine enge Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist auch im Bereich der Kommunikation sehr sinnvoll. Unser wirtschaftliches, soziales und mediales Umfeld verändert sich rasant. Das Forschungsprogramm der Akademischen Gesellschaft liefert aus meiner Sicht eine wichtige Grundlage, damit die Kommunikation von Unternehmen für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet ist.“

  • Maximilian Schöberl, Leitung Konzernkommunikation & Politik, BMW Group

 „Das Berufsfeld PR kann von dem Forschungsprogramm wesentlich profitieren, indem wir transparent mit den Ergebnissen umgehen und diese bereits in frühe Stufen der Kommunikationsausbildung aktiv integrieren. Es muss zu einer Art Selbstverständnis kommen, dass Unternehmenskommunikation Ergebnisse liefern kann, die den Unternehmenserfolg maßgeblich mitprägen. Die PR braucht bessere PR für sich selbst - und muss endlich aus der "Rechtfertigungs-Ecke" heraus.“

  • Nicole Gorfer, Head of Communications & Public Affairs, Roche Pharma

"Nicht nur im Digitalen ist "Co-Creation" ein wichtiger Trend. Das Teilen von Ideen - hier zwischen Forschung und Praxis - erzeugt einen echten Mehrwert. Wissenschaft und Praxis müssen auf die komplexen Herausforderungen einer digitalen Welt reagieren, in der es keine einfachen Antworten mehr gibt. Das Programm hilft bei der Suche nach Lösungen."

  • Dr. Christoph Zemelka, Leitung Corporate Communications, Brand Management and Sustainability, Robert Bosch GmbH

„Kommunikatoren klagen gerne über fehlende Wertschätzung und geringe Budgets, über unklare Rollenbeschreibung und vage Erfolgsparameter. Und das Management von Kommunikation wird häufig von Bauchgefühl oder Erfahrung geprägt. Die Praxis kann von den Erkenntnissen empirischer Studien nur profitieren. Anders als z.B. in Marketing und Unternehmensführung oder auch in den Naturwissenschaften gibt es diesen organisierten regelmäßigen Austausch in der Kommunikation bislang nicht. Und so etwas erstmals zu machen, ist natürlich etwas Besonderes.“

  • Dr. Walter Huber, Leiter Group Communications, Merck