Value Creating Communication

Ziele & Mehrwert

Die wissenschaftliche Forschung im Bereich des Kommunikationsmanagements ist in den letzten Jahren zwar international gewachsen, gestaltet sich aber stark fragmentiert und zu wenig interdisziplinär. Mit dem neuen Forschungsprogramm Value Creating Communication will die Akademische Gesellschaft dies ändern und ein umfassendes, mehrdimensionales Bild der Unternehmenskommunikation zeichnen. Ein Bild, das sowohl intern als auch extern überzeugt, ein einheitliches Verständnis der Profession ermöglicht und dadurch die Kommunikation in den Führungsebenen verankert.

Konkrete Ziele sind:

  • Stärkung der internen Position und Akzeptanz der strategischen Kommunikation, einheitliches Selbstverständnis
  • Überzeugende Vermittlung des Wertbeitrags von Kommunikation für die Unternehmensziele und zum Unternehmenserfolg
  • Relevante wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis
  • Orientierung für die universitäre Ausbildung sowie die Fortbildung in Unternehmen
  • Stärkung der deutschsprachigen Forschung, die inzwischen international in der ersten Liga spielen kann, dafür aber den Rückhalt der hiesigen Wirtschaft benötigt

Forschungsmodul I: Megatrends und Rahmenbedingungen

Wie die Digitalisierung und Big Data die Unternehmenskommunikation verändern

Die zunehmende digitale Vernetzung hat sich als wichtigster Megatrend herauskristallisiert. Doch auch die zunehmende Individualisierung und Globalisierung haben einen wesentlichen Einfluss auf die Unternehmenskommunikation.

Der Fokus von Modul I lag daher auf den Potenzialen von Big (Social) Data für die Unternehmenskommunikation - jedoch immer im Kontext einer zunehmend globalisierten und individualisierten Kommunikation.

  • Leitung: Prof. Dr. Ulrike Röttger, Dr. Christian Wiencierz
  • Laufzeit: 2015 - 2017

Forschungsmodul II: Wertschöpfung durch Kommunikation

Wie trägt Kommunikation zum Unternehmenserfolg bei?

Zentrale Voraussetzung dafür, dass die Unternehmenskommunikation für das eigene Unternehmen Wert schaffen kann, ist die enge Verknüpfung von Kommunikations- und Unternehmensstrategie (Strategic Alignment). Wie dies am besten gelingt und wie die Kommunikation nachweislich zum Unternehmenserfolg beiträgt, wurde in Modul II erforscht.

  • Leitung: Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Sophia-Charlotte Volk
  • Zeitraum 2015-2017

Modul III: Unternehmenskommunikation in agilen Organisationen

Kooperation mit internen und externen Partnern in flexiblen Strukturen

In zunehmend agilen Organisationen mit flexiblen Projektteams, muss die Kommunikationsabteilung ihre Rolle, Aufgaben und Kompetenzen neu justieren. Interdisziplinäre Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung. Die Unternehmenskommunikation steht vor der Herausforderung, wie sie die Koordination und Kooperation mit internen und externen Partnern am effizientesten gestalten kann.  

  • Leitung: Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Prof. Dr. Ulrike Röttger, Prof. Dr. Sabine Einwiller
  • Zeitraum 2017-2020

Testimonials

"Hinsichtlich des Umfangs, der Inhalte, der beteiligten Experten und des Budgets starten wir das bislang weltweit umfassendste Forschungsprogramm in der Disziplin Unternehmenskommunikation, was die Profession deutlich voranbringen wird."

  • Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin, Robert-Bosch-Stiftung

"Wissenschaft und Praxis mit dem gemeinsamen Ziel, gesellschaftliche Aufgabe und unternehmerischen Leistungsbeitrag von Unternehmenskommunikation grundsätzlich zu klären: das hat es in Deutschland so noch nicht gegeben. Schon eine Verständigung zu den wesentlichen Begriffen, Konzepten und Instrumenten der Unternehmenskommunikation wäre hilfreich. Im besten Falle sorgt das Programm aber für ein tieferes Verständnis der Wirkungszusammenhänge moderner Unternehmenskommunikation."

  • Prof. Dr. Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung, Deutsche Post DHL Group und Honorarprofessor für Internationale Unternehmenskommunikation an der Universität Leipzig


 „Das Berufsfeld PR kann von dem Forschungsprogramm wesentlich profitieren, indem wir transparent mit den Ergebnissen umgehen und diese bereits in frühe Stufen der Kommunikationsausbildung aktiv integrieren. Es muss zu einer Art Selbstverständnis kommen, dass Unternehmenskommunikation Ergebnisse liefern kann, die den Unternehmenserfolg maßgeblich mitprägen. Die PR braucht bessere PR für sich selbst - und muss endlich aus der "Rechtfertigungs-Ecke" heraus.“

  • Nicole Gorfer, Head of Communications & Public Affairs, Roche Pharma

„Als Kommunikationswissenschaftler und -manager bin ich am engen Austausch mit den Universitäten sehr interessiert. Mit unseren Anregungen aus der Praxis können wir Impulse für die Lehre geben und die Forschungsergebnisse helfen uns bei der Arbeit. In PR-Zeitschriften werden häufig Aufsätze publiziert, die sich schnell als Auftragsforschung ohne inhaltlichen Tiefgang und valide Daten erweisen. Wir brauchen fundierte Analysen und Prognosen mit wissenschaftlichem Anspruch. Solche Forschung kann die Entwicklung der Arbeitsfelder nachhaltig unterstützen.“

  • Dr. Bernd Pütter, Leiter der Konzernkommunikation, HOCHTIEF AG

„Eine enge Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist auch im Bereich der Kommunikation sehr sinnvoll. Unser wirtschaftliches, soziales und mediales Umfeld verändert sich rasant. Das Forschungsprogramm der Akademischen Gesellschaft liefert aus meiner Sicht eine wichtige Grundlage, damit die Kommunikation von Unternehmen für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet ist.“

  • Maximilian Schöberl, Leitung Konzernkommunikation & Politik, BMW Group

"Nicht nur im Digitalen ist "Co-Creation" ein wichtiger Trend. Das Teilen von Ideen - hier zwischen Forschung und Praxis - erzeugt einen echten Mehrwert. Wissenschaft und Praxis müssen auf die komplexen Herausforderungen einer digitalen Welt reagieren, in der es keine einfachen Antworten mehr gibt. Das Programm hilft bei der Suche nach Lösungen."

  • Dr. Christoph Zemelka, Leitung Corporate Communications, Brand Management and Sustainability, Robert Bosch GmbH