Historie

Eine Idee wird Wirklichkeit

Während in anderen Wissenschaftsbereichen, z.B. im Ingenieurwesen oder in den Naturwissenschaften, eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen bei Forschung und Entwicklung weit verbreitet ist, war dies in der Kommunikationswissenschaft bislang in Deutschland und Europa noch nicht der Fall. Nur in den USA hatte sich bereits in den 1980er Jahren eine vergleichbare Initiative – die Arthur W. Page Society – etabliert.

Doch auch in Deutschland bzw. Europa hatte sich die strategische Kommunikation von Unternehmen bereits deutlich professionalisiert. Der Stellenwert was gestiegen, die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und die Einbindung in strategische Unternehmensentscheidungen hatte sich deutlich intensiviert, die Anforderungen an die Ausbildung von Kommunikationsexperten waren gestiegen.

Daraus entstand die Idee, eine gemeinsame Forschungsinitiative von Wirtschaft und Wissenschaft zu gründen. Die Professoren Bernd Schuppener, Günter Bentele und Ansgar Zerfaß (Universität Leipzig) erarbeiteten 2009 ein tragfähiges Konzept, welches von weiteren Professoren sowie Unternehmen unterstützt wurde.

Im November 2010 wurde die Akademische Gesellschaft offiziell gegründet und hat seitdem über 30 Unternehmen als Förderer gewinnen können und mehr als ein Dutzend Forschungsprojekte realisiert.

 

 

2010 // Gründungsphase

  • Als Kuratoren der Akademischen Gesellschaft werden Bernd Schuppener, Werner Süss sowie der Ehrenvorsitzende Günter F. Thiele berufen, die verantwortlich für die übergreifende Steuerung der Stiftung SPRL und somit für die Ausrichtung der Akademischen Gesellschaft verantwortlich sind.
  • Mit Günter Bentele, Claudia Mast, Ulrike Röttger, Joachim Schwalbach und Ansgar Zerfaß übernehmen fünf Professoren mit Schwerpunkt Kommunikation und Unternehmensführung die akademische Leitung der Initiative.
  • Erste Förderer von führenden deutschen Unternehmen unterstützen die Gründung der Akademischen Gesellschaft, darunter Andreas Breitsprecher (Vattenfall), Uta-Micaela Dürig (Robert Bosch), Prof. Dr. Christof Ehrhart (Deutsche Post DHL), Thomas Mickeleit (Microsoft Deutschland), Dr. Ulrich Ott (ING-DiBa), Elisabeth Schick (BASF), Maximilian Schöberl (BMW Group) und Thomas Voigt (Otto Group).
  • Ein grundlegendes Positionspapier wird erarbeitet: „Quo vadis, Kommunikation?“ Dieses zeigt die Defizite in der PR-Wissenschaft und in der Zusammenarbeit mit der Praxis auf, denen die neu gegründete Akademische Gesellschaft begegnen will.
  • Eine Geschäftsstelle wird in Leipzig eingerichtet, um alle weiteren Aktivitäten zu koordinieren.
  • Das Hermes Dinner am 18. November 2010 im Emil-Rathenau-Haus in Berlin bildet den offiziellen Auftakt der Akademischen Gesellschaft: Rund 30 Personen nehmen an der konstituierenden Sitzung teil, auf der die Strategie und zukünftige Aktivitäten definiert werden.

2011 // Expansion

  • Start der Knowledge Base im Internet mit komprimierten Ergebnissen der PR-Forschung.
  • Etablierung eines Research Funds zur Förderung und Durchführung eigener Forschungsprojekte.
  • Ausgewählte Kommunikationsleiterinnen und -leiter großer deutscher und internationaler Unternehmen werden als weitere Förderer gewonnen. Deren Zahl steigt auf über 20.
  • Zweimal pro Jahr kommen die Förderer und Wissenschaftler zum Leadership Forum und zum Hermes Dinner zusammen, beschließen neue Forschungsprojekte, diskutieren Forschungsergebnisse und aktuelle Herausforderungen der Unternehmenskommunikation. Renommierte Wissenschaftler aus aller Welt werden als Gesprächspartner eingeladen.

2012 & 2013 // Forschungsimpulse und Wissenstransfer

  • Die Zahl der Förderer steigt auf 30.
  • Die Initiative vergibt zwei Promotionsstipendien mit dem Schwerpunkt „Leadership im Kommunikationsmanagement“.
  • Mehrere Forschungsprojekte werden gemeinsam mit den Unterstützern aus der Unternehmenspraxis umgesetzt. Darunter sind eine weltweite Studie zur Führung im Kommunikationsmanagement sowie die erste umfassende Befragung von Vorständen und Geschäftsführern zur Bedeutung der strategischen Kommunikation.

2014 // Vision zur Neuorientierung

  • Eine Interviewserie portraitiert Führungskräfte und künftige Protagonisten der Unternehmenskommunikation aus dem Kreis der Förderer. Die Diskussion der Ergebnisse zeigt, dass das eigene Handeln sehr unterschiedlich erklärt wird. Es fehlt eine gemeinsame Sprache – sowohl gegenüber Kollegen und Vorgesetzten im Unternehmen, als auch gegenüber der Gesellschaft.
  • In bilateralen Gesprächen entsteht die Vision, die Rolle der Unternehmenskommunikation neu zu definieren.
  • Im Ergebnis wird ein inhaltliches Programm für die nächsten fünf Jahre verabschiedet – Value Creating Communication. Dessen vier Schwerpunkte werden gemeinsam definiert.
  • Die Akademische Gesellschaft wird in die Günter-Thiele-Stiftung für Kommunikation und Management integriert.

2015 // Start von Value Creating Communication

  • Mit Value Creating Communication startet Anfang 2015 das weltweit umfassendste Forschungsprogramm zur Unternehmenskommunikation. Interdisziplinär, universitätsübergreifend und praxisnah sollen die wichtigsten Fragen und Herausforderungen der Unternehmenskommunikation untersucht werden.
  • Die Zusammenarbeit zwischen Kommunikationsleiter/innen und Forschern wird intensiviert. Für jedes Modul werden Beiräte benannt sowie ein übergreifendes Steering-Board eingerichtet.
  • Die neue Publikationsreihe „Communication Insights“ stellt die Forschungsergebnisse rund um Value Creating Communication kurz und prägnant vor.