Die vergangenen Monate haben deutlich gemacht, wie wichtig die Mitarbeiterkommunikation in kritischen Situationen oder Krisenzeiten ist. Kurzfristig ging es vor allem darum, über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Pandemie zu informieren und Unsicherheiten abzubauen. Doch langfristiges und übergeordnetes Ziel einer guten Mitarbeiterkommunikation ist es, die emotionale Bindung und das Engagement der Belegschaft zu erhalten und zu fördern. Dass dies in
kritischen Zeiten bzw. bei Veränderungen besondere Kommunikationsformate und Führungsansätze erfordert, stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

Die Vorlesung vermittelt einen aktuellen Überblick über die Bedeutung und Ziele der Mitarbeiterkommunikation. Sabine Einwiller zeigt auf, welche Ebenen existieren und welche Strategien sich bewährt haben, um Bindung und Engagement zu steigern und die Unterstützung der Mitarbeitenden auch in schwierigen Zeiten zu erhalten.

 

Prof. Dr. Sabine Einwiller | Universität Wien

Sabine Einwiller ist Professorin für Public Relations-Forschung am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Davor war sie Professorin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo sie den Masterstudiengang Unternehmenskommunikation/PR aufbaute und leitete. Die
studierte Psychologin war einige Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit bei BASF tätig, bevor sie an der Universität St. Gallen im Bereich Wirtschaftswissenschaften promovierte und habilitierte. Sabine Einwillers Forschungsschwerpunkte sind integriertes Kommunikationsmanagement, Mitarbeiterkommunikation, die Kommunikation in Krisen und der Umgang mit Beschwerden. Sie ist u. a. Herausgeberin des neuen „Handbuch Mitarbeiterkommunikation – Interne Kommunikation in Unternehmen“ (Springer Gabler, Wiesbaden 2020).