Big Data: Nicht alles was technisch möglich ist, geht rechtlich.

Beim Thema Big Data wurde deutlich, dass die Unternehmenskommunikation noch ganz am Anfang steht. Vor allem die Grenzen des Datenschutzes werfen viele Fragen auf. Personenprofile von Journalisten sind, wenn auch technisch möglich, beispielsweise nicht erlaubt. Im Marketing bei der Kommunikation mit Kunden ist dies einfacher. Einige ausgewählte Erkenntnisse aus der Diskussion mit den Referenten:

Bernd Skiera, Professor für Electronic Commerce, Goethe-Universität Frankfurt am Main

  • Die Analyse von großen Datenmengen erfordert zwingend nicht nur technisches bzw. statistisches Know-how, sondern auch ein inhaltliches/ökonomisches Verständnis, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Marketing wird der Bereich sein, der am meisten von Big Data profitiert.

 

Thomas Mickeleit, Director of Communications, Microsoft Deutschland GmbH

  • Die Nutzung von Big Data in der Unternehmenskommunikation ist notwendig, um mit Marketing und Management auf Augenhöhe diskutieren zu können und die Ausrichtung des Unternehmens mit zu gestalten. Der Datenschutz spielt eine zentrale Rolle, insofern können von Journalisten nicht einfach Personenprofile angelegt werden. Ganz wichtig: Die Daten der Kunden/Nutzer müssen sicher sein – dies ist die Währung im digitalen Zeitalter.

 

Tarek Müller, Geschäftsführer, Collins

  • Personalisierungsmöglichkeiten durch persönliche Profipflege sowie Big Data sind Kern des Geschäftsmodells von Collins, die zum Erfolg der neuen Fashion Online-Shops AboutYou etc. führen. Big Data wird im Unternehmen auch genutzt, um Mode-Trends oder um Top-Seller innerhalb des eigenen Sortiments zu identifizieren.