Microlearning @ Continental

Harald Schirmer, Continental AG

 

Lernen ist ein zentraler Aspekt im agilen Transformationsprozess. Harald Schirmer von Continental entführte die Teilnehmer in die Welt des Microlearnings – ein kleines Konzept, welches einfach und schnell umzusetzen ist. Und warum ist Lernen überhaupt so wichtig? „Mit dem Wissen von heute werde ich die Fragen von morgen nicht beantworten können“, argumentierte Harald Schirmer. Für Lernen braucht es Aha-Momente und Neugierde.

 

Welche Lernmethoden und -tools sollen Organisationen einführen?

Wenn es in einer Organisation darum geht, Lernangebote bereitzustellen, ist die Vielfalt von unterschiedlichen Lerntypen zu berücksichtigen. Bei Continental haben sie beispielsweise ihre Mitarbeiter direkt gefragt, welche Formate sie sich wünschen. Zwar steigt damit die Komplexität bei der Auswahl und Einführung, jedoch lassen sich so auch komplexe Aufgaben lösen. „Eine one-size-fits-all-top-down-roll-out-Geschichte wird heute der komplexen VUCA-Welt normalerweise nicht mehr gerecht.“

Schirmer betont, dass Organisationen ihre Mitarbeiter empowern und ihnen Entscheidungsbefugnisse geben müssen. Gleichzeitig sollen die Mitarbeiter aber auch an den Konsequenzen teilhaben, damit sie sich mit intrinsischer Motivation einbringen.

 

Tragen Sie sich Lernzeit in Ihrem Kalender ein!

Wenn keine Lernzeit im Kalender steht, findet sie in der Regel fast nicht statt. Oft heißt es: Lernen ist wichtig, aber alles andere ist dann doch wichtiger. Selbst wenn die Lernzeit geplant ist, fällt sie dann aus, wenn der Kollege mit einem Anliegen ins Büro kommt? Das ist eine Frage der Lernkultur in der Organisation. Das Thema Lernen muss in Organisationen an Relevanz erfahren, von allen unterstützt und als wertvoll betrachtet werden, damit das Lernen funktioniert.

 

Tipp - Getting started

Fangen Sie mit einem fünfminütigen Microlearning an. Nehmen Sie sich nach Ihrer Lernzeit 5 Minuten Zeit, in der Sie jemandem aus Ihrem Team, Ihrer Abteilung oder Business Unit zeigen, was Sie gelernt haben. So erzeugen Sie beim Gegenüber einen Aha-Effekt. Lassen Sie eine Regelmäßigkeit einkehren.