Handlungsspielräume für die interne Kommunikation

Zielsetzung

Mit Blick auf die krisenbedingten Veränderungen der Arbeitswelt (Virtualisierung der Arbeitsumgebung, Kürzungen, erhöhte Anforderungen, job-bezogene Unsicherheit) thematisieren Medien sowie Praktikerinnen und Praktiker in den letzten Monaten verstärkt den erhöhten Stress und Druck für Mitarbeitende im Arbeitsalltag. Bisherige wissenschaftliche Studien zeigen, dass berufliches Engagement durch die aktive Vermittlung von Unterstützungsangeboten und Wertschätzung seitens des Arbeitgebers stimuliert werden kann.

Interne Kommunikatorinnen und Kommunikatoren müssen gemeinsam mit HR die Verantwortung übernehmen, geeignete Wege der Wertschätzungsvermittlung zu finden. Bisherige Studien haben gezeigt, dass Wertschätzung oftmals nicht geeignet vermittelt wird. Im Fokus des Forschungsprojekts steht daher die Perspektive von Mitarbeitenden: 

  1. Welche Formen der Wertschätzung werden (von wem) im Arbeitskontext an Mitarbeitende vermittelt?
     
  2. Welche Formen der Wertschätzung brauchen Mitarbeitende, um ihr berufliches Engagement zu erhöhen und um vor negativen Auswirkungen durch Arbeitsbelastungen (Stress, Frustration) geschützt zu sein?
     
  3. Wie bewerten Mitarbeitende verschiedene Wertschätzungspraktiken ihres Unternehmens?

 

Vorgehen

  • Literaturanalyse: Welche bisherigen Forschungserkenntnisse gibt es zur Vermittelbarkeit von Wertschätzung im Arbeitskontext? Wie wird Wertschätzung in bisherigen Studien in Bezug zu beruflichem (Dis-)Engagement, Stress und Frustration im Arbeitskontext gesetzt? Die Literaturanalyse dient der Erfassung des Forschungsstands zu diesem Thema.
     
  • 4-5 Fokusgruppen mit Mitarbeitenden: Dafür werden Arbeitnehmende aus privatwirtschaftlichen Unternehmen ab einer Größe von 250 Mitarbeitenden ohne Führungsverantwortung eingeladen.